Der Junker

Der Junker – erste Prüfung, erster Name

Nach einer gewissen Zeit kann der Knappe zum Junker erhoben werden. Dieser Schritt ist an eine spielerische Prüfung gebunden. Sie ist kein Examen, sondern ein bewusster Moment des Übergangs – mit Ernst und Humor zugleich. Es wird Wissen über die Schlaraffen abgefragt und so die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft gefestigt.

Besteht der Knappe diese Prüfung, ändert sich sein Name im Spiel. Aus der Nummer wird ein Name: Junker (Vorname des Schlaraffen). Damit tritt der Schlaraffe erstmals persönlich benannt in Erscheinung.

Der Junker übernimmt mehr Verantwortung, bringt sich deutlicher ein und prägt das Spiel mit. Es gibt Junkersippungen oder die Junker dürfen für einen Abend die Verantwortung auf dem Thron übernehmen. Er ist angekommen – aber noch nicht am Ziel.

Die Junkertafel – ein Ort mit eigener Dynamik

Die Junkertafel ist der Platz für Knappen und Junker. Sie liegt bewusst etwas abseits. Fast wie der sprichwörtliche Kindertisch, nur mit mehr Wortwitz und keiner Pflicht zur Ruhe – im Gegenteil.

Hier wird geflüstert, kommentiert, gelernt und gelegentlich auch gestört. Diese Unruhe ist keine Unhöfligkeit, sondern Teil des Spiels. Die jungen Schlaraffen dürfen neugierig sein, ausprobieren, hinterfragen und mit einem gewissen Maß an Rebellion den Abend beleben.

Die Junkertafel bildet so einen lebendigen Gegenpol zum Thron. Sie bringt Bewegung ins Geschehen und sorgt dafür, dass das Spiel nicht erstarrt. Mit der Zeit wächst man aus ihr heraus – doch ihr Geist bleibt.

Der hochgestrenge Junkermeister

An der Junkertafel sitzt eine besondere Figur: der Junkermeister, im Spiel auch der Hochgestrenge genannt. Der Titel klingt streng, aber auch dies ist Teil des Spiels.

Der Junkermeister ist Lehrer, Begleiter und Hüter des Maßes. Er erklärt Abläufe, beantwortet Fragen und sorgt dafür, dass die jungen Ritteranwärter das Spiel verstehen, ohne es zu zerreden. Er ist Ansprechpartner bei Unsicherheiten und Übersetzer, wenn die schlaraffische Sprache einmal besonders eigenwillig wird. Er versucht, Ordnung zu halten, wo bewusst ein wenig Unruhe herrscht, und mahnt mit erhobenem Zeigefinger und schelmischen Grinsen.

Rebellieren die Knappen und Junker zu wild, wird der Junkermeister vom Thron zur Verantwortung gezogen und bestraft. Ein Strafe, die er gerne übernimmt, hat er doch oft seine Zöglinge zu eben diesem Unsinn angestiftet.

Der letzte Schritt auf dem schlariffischem Weg, ist ein großer: Der Ritter